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Varadero

Auf der Halbinsel Hicacos, an Kubas Nordküste liegt die Stadt Varadero mit etwa 7000 Einwohnern, die zur Provinz Matanzas gerechnet wird. Weitere 13.000 Menschen leben in den eingemeindeten Ortschaften Santa Marta und Boca de Camarioca.
Von Varadero bis nach Havanna sind es gut 120 Kilometer in westliche Richtung.
An der Küste der 20 Kilometer langen Halbinsel befindet sich Kubas wohl bester, weißer Puderstrand, der für Bilderbuchurlaub in der Karibik sorgt.
Varadero auf KubaDer feine Sandstrand ist umsäumt von ansprechenden Hotelressorts unter Palmen. Clubs, Bars und Discotheken sorgen für Sundowner und Unterhaltung. Ursprünglich war die gesamte Halbinsel Hicacos mit ihren versteckten Höhlen dicht bewaldet und von Indianern besiedelt, doch die Spanier benötigten einen Großteil des Holzes zum Schiffsbau. Die ehemaligen Indianerhöhlen dienten eine Zeitlang als beliebter Unterschlupf für Piraten. Die namentliche Bedeutung von Varadero ist eigentlich Reparaturdock, hier wurden früher Schiffe ausgebessert. Aus der Saline von Varadero, die in den 60er Jahren geschlossen wurde, bezog die Lateinamerikanische Flotte ihr Salz für die Überfahrt nach Europa.

Bereits im 19. Jahrhundert begannen reiche Hazienda-Besitzer damit, sich erste Sommervillen am flach abfallenden Sandstrand von Varadero zu errichten. In den 20er Jahren war der Ort ein beliebtes Ferienziel betuchter US-Amerikaner und ab Anfang der 50er Jahre kam es zu einem größeren Touristenaufschwung in Varadero, der einen kleinen "Hotelbauboom" an der Küste auslöste. Nach der Revolution wurden zahlreiche Grundstücke enteignet und der 20 Kilometer lange Strand Varaderos wurde der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Viele der großartigen 4 und 5 Sterne-Hotels sind ab 1990 hinzugekommen.

In Varadero kann man nicht nur ausgiebig die Sonne und den Strand im subtropisch heißen Klima genießen. Die Natur ist sehr abwechslungsreich mit ihren vielen Buchten, Naturstränden, Höhlen, unberührten Waldabschnitten und Koralleninseln die zu spannenden Schnorchel- und Tauchausflügen einladen. Im Westteil der Halbinsel kommen seltene Landkrabben vor.

Kulturell sehenswert ist das Museo Municipal. In der Höhle des Ambrosio (Cueva de Ambrosio) kann man alte Felsmalereien der Ureinwohner besichtigen. Auch die nahe gelegene Cueva de Los Letreros (Höhle der Schilder) ist sehr interessant. Sie wurde seit ungefähr 5.000 v. Chr. genutzt und gilt seit 1924 als National Monument. Abwechslung vom Sonnenbaden findet man auch im Parque Retiro Josone. Dies ist eine wunderschöne Parkanlage mit Seen, in denen Flamingos anzutreffen sind. Auch Leguane laufen hier frei herum.

Wer gerne süße Cocktails genießt, sollte am Guarapo-Strand einen Zuckerrohr-Cocktail probieren.

Kinder werden im Delfinario ihren Spaß haben, wo dressierte Delfine, mit denen man auch schwimmen und schmusen darf ihre Kunststücke vorführen.

Es gibt in Varadero außerdem Golf- und Reitmöglichkeiten, man kann Tauchen und Hochseefischen.
Besonders bei einem Ausflug nach Sanana werden Taucher, Segler und Angler voll auf ihre Kosten kommen.
Für einen Ausflug ist auch das tropisch bewachsene Yumari-Tal bestens geeignet. In der Nähe befinden sich eine Zuckermühle und eine alte Kaffeeplantage.

Mit einem gemieteten Roller lässt sich die nähere Umgebung Varaderos erkunden. Auch ein Open-Air-Zug sorgt für touristische Abwechslung.

Per Motorboot oder per Kajak kann man den Rio Canimar erforschen, der eingebettet in eine Dschungellandschaft liegt.
Zum Shoppen macht man einen Abstecher ins Plaza Americana.