Lanzarote
Durch das Tal der 1000 Palmen zum Nationalpark

Lanzarote ist 58 Kilometer lang und etwa 30 Kilometer breit und liegt
gut 190 Kilometer vor der ostafrikanischen Küste.
Sie ist die am
nordöstlichsten gelegene Kanareninsel und auch die mit Abstand am
wenigsten grüne. Ein echter Bewuchs findet sich im Norden mit Gras,
Flechten, kleinen Sträuchern Palmen in dem Dorf Haria, das deswegen auch
das „Tal der 1000 Palmen“ genannt wird. Weitere Palmen sowie Blumen und
Rasenflächen sind auf Lanzarote künstlich angelegt, wie beispielsweise
rund um den Flughafen. Dennoch gibt es auf der Insel sehr viel zu sehen
und wer erst einmal eine Rundreise gemacht hat, kann Lanzarote durchaus
lieben lernen. Die lässt sich mit dem Mietauto oder mit dem Bus
unternehmen. Mit letzterem werden direkt Rundreisen angeboten, die
durchaus zu empfehlen sind. An der Südspitze der Insel liegt der
Urlaubsort Playa Blanca, etwas weiter nordöstlich Puerto del Carmen.
Unweit von Playa Blanca, von wo sich ein schöner Blick auf die
Nachbarinseln Los Lobos und
Fuerteventura bietet, befinden sich die
berühmten Papagayo-Strände, beeindruckende Felsformationen, die durch
kleine Buchten voneinander getrennt sind. Wer einen stillen Badeplatz
sucht, ist hier genau richtig. Die Westküste zeichnet sich durch steil
abfallende Berge aus, im südlichen Teil derselben liegt der Kratersee El
Golfo. Von dort führt die Straße nach La Geria, dem Weinanbaugebiet der
Insel.
Der Höhepunkt der Lanzarote-Reise ist der Besuch des
Timanfaya-Nationalparkes. Die Vulkanerde kann hier in all ihren Nuancen
zwischen bizarr, krümelig und glatt sowie in den unterschiedlichsten
Farben von braun, rot bis schwarz bewundert werden.
Einen schönen Aussichtspunkt gibt es an der Nordwestküste mit dem
Mirador del Rio, von hier geht der Blick zur kleinen Nachbarinsel La
Graciosa und über den Atlantik. Diesen Mirador der etwas anderen Art
gestaltete der berühmte Künstler der Insel, César Manrique, dessen
Kaktusgarten auf dem Reiseprogramm sehen sollte. Manrique-Kunstwerke
finden sich allerdings überall auf der Insel. Nördlich der Hauptstadt
Arrecife liegt Costa Teguise, eine weitere Touristenhochburg. Im
Nordosten befindet sich ein weit verzweigtes und einzigartiges
Höhlensystem. Ein Teil davon ist für Besucher zugänglich gemacht worden,
sie können hier alles über die Entstehung desselben erfahren. In der
Tiefe gibt es ein Theater in einer Grotte und in dem kleinen
unterirdischen See schwimmen einzigartige weiße Krebse.