Fuerteventura
Fuerteventura gehört zur Inselgruppe der Kanaren im Atlantischen Ozean.
Der Name der Insel bedeutet übersetzt "starker Wind". Die Insel liegt
ungefähr 100 Kilometer von der marokkanischen Küste entfernt. Nach
Teneriffa ist Fuerteventura die zweitgrößte Insel der Kanaren. Die
Hauptstadt der Insel ist Puerto del Rosario, hier liegt auch der
Flughafen der Insel. Insgesamt leben auf Fuerteventura knapp 90.000
Menschen, die meisten von ihnen wohnen in den Touristenorten an den
Küsten der Insel.
Wie alle Inseln der Kanaren ist auch Fuerteventura
durch vulkanische Aktivitäten vor ungefähr 20 Millionen Jahren
entstanden. Der letzte Vulkan der Insel ist vor etwa 4000 Jahren
erloschen. Im Nordosten der Insel befinden sich ausgedehnte Sanddünen,
in der Nähe des Ortes Corralejo sind diese durch einen Naturschutzpark
geschützt. Die Erosion ist stark, da es auf der Insel kaum Pflanzen
gibt. Von Corralejo aus, fahren täglich Fähren nach
Lanzarote.

Die Landschaft auf Fuerteventura ist sehr einsam, karg und zum
Teil wüstenähnlich. Im Sommer gibt es auf Fuerteventura kaum
Niederschläge, da die Winde die Wolken über die Berge hinweg treiben. Im
Jahr gibt es über 300 Sonnentage, das Klima ist mild wie auf allen
Kanaren-Inseln. Nur in den Wintermonaten regnet es zum Teil stark, der
Boden kann das Wasser aber nicht aufnehmen. Es gibt kaum natürliche
Wasservorkommen auf der Insel, die meisten Palmen auf der Insel werden
künstlich bewässert.
Fuerteventura lebt hauptsächlich vom Tourismus, die Landwirtschaft
spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Während im Insel-
Inneren vor allem Individualtourismus und naturnaher Tourismus angeboten
werden, gibt es an den Küsten dicht besiedelte Touristenzentren mit
großen Hotels, zahlreichen Bars und Diskotheken. An den Küsten gibt es
zahlreiche Möglichkeiten Wassersport zu treiben, es werden viele
verschieden Sportarten angeboten. Besonders Kite- Surfer und Windsurfer
nutzen die günstigen Bedingungen auf der Insel: Fuerteventura liegt
mitten in einer starken Windströmung, was ideale Bedingungen für einige
Sportarten schafft. Entlang der Ostküste der Insel ziehen sich lange
Sandstrände, insgesamt gibt es mehr als 150 Strände auf der Insel. Die
westliche Küste besteht aus Steilküste, die zwar sehr malerisch, aber
nicht zum Baden geeignet ist.
Die Landwirtschaft der Insel produziert neben Ziegenkäse vor allem
Tomaten und Meersalz. In den letzten Jahren hat auch der Anbau der Aloe
Vera- Pflanze zugenommen.