Costa de la Luz - im Süden Spaniens

Die Costa de la Luz ist ein circa 200 Kilometer langer Küstenabschnitt
im Süden Spaniens. Er verläuft sichelförmig von der Straße von Gibraltar
bis zur spanisch-portugiesischen Grenze. Zu den Südküsten Spaniens zählt
neben der Costa de la Luz auch die Costa del Sol, die Sonnenküste, die
östlich an die "Küste des Lichts", so lautet die Übersetzung des
spanischen Namens, grenzt. Die Costa de la Luz gehört jeweils zu einem
Teil zu den Provinzen Cádiz und Huelva, die wiederum Teil des autonomen
Gebietes Andalusien sind. Größere Städte sind neben Cádiz und Huelva,
den Hauptstädten der gleichnamigen Provinzen, Ayamonte, Jerez de la
Frontera und Tarifa.
An der Küste herrscht Mittelmeerklima mit Einflüssen durch den Atlantik.
Das heißt, dass die Temperaturen ganzjährig relativ mild sind, mit einer
Durchschnittstemperatur von achtzehn Grad Celsius. Dabei liegen die
Temperaturen im Januar, dem kältesten Monat, bei etwa elf und im August,
dem heißesten Monat, bei circa fünfundzwanzig Grad. Die Costa de la Luz
ist daher ganzjährig ein beliebtes Reiseziel und auch Winterquartier für
Millionen Zugvögel. Dem kommen natürlich auch die umfangreichen
Naturschutzgebiete und Nationalparks zugute, in denen die Tiere durch
Menschen weitgehend ungestört leben können. Ein Beispiel hierfür ist der
Donana Nationalpark, in dem nur geführte Besichtigungen oder Ausritte
erlaubt sind.
Bekannt ist die Region aber eher für die kilometerlangen, herrlichen
Sandstrände, die circa dreitausend Sonnenstunden im Jahr und das
angenehme Klima, durch die ein erholsamer Badeurlaub während des größten
Teils des Jahres möglich ist.
Auch kulinarisch hat die Region einiges zu bieten. Neben den Tapas, die
für ganz
Spanien typisch sind, stammt aus dieser Gegend der berühmte
Serrano-Schinken. Eine weitere regionale Besonderheit ist der Sherry,
der von der Stadt Jerez de la Frontera seinen Namen erhalten hat.
Der landschaftliche Reiz der Lichterküste liegt vor allem an den
besonderen Lichtverhältnissen, den ausgedehnten Sandstränden und
Kiefernwäldchen und weiß getünchten Gebäuden. Architektonisch fallen die
römischen, maurischen und britischen Einflüsse ins Auge, ein
Überbleibsel der wechselvollen Geschichte.
In Andalusien hat sich Spanien noch am meisten seine Ursprünglichkeit
bewahrt. Von Touristen verlangt dies aber auch die Bereitschaft zur
Flexibilität: Andere Essenszeiten, geschlossene Geschäfte während der
Mittagsstunden und ein für Nichtmuttersprachler nahezu unverständlicher
Dialekt.