Kuba
Kuba - karibischer Strand und Spuren der Revolution
Kuba ist ohne Fidel Castro nicht denkbar. Die lange Geschichte seiner
Revolution beginnt in der Sierra Maestra, in den Bergen im Südosten der
Insel. Hier schlug der Comandante die Armee des Diktators Batista. Wer
dort wandert, findet noch immer Spuren, etwa im ehemaligen Lager des
Rebellenführers. Castros Kommandolager ist heute Freiluftmuseum mitten
in den grünen Bergen, einschließlich handschriftlicher Befehle und des
Kommandanten Plumpsklo.

Erlebnisreich und beeindruckend zugleich ist die Besteigung des 1972
Meter hohen Pico Turquino - Kubas höchstem Gipfel -, um das
Freilichtmuseum zu erreichen. Es sind zwar fünf schweißtreibende
Kilometer mit vielen Serpentinen und 750 Höhenmeter, und am Ende kommt
noch zur Belohnung eine 40-Grad-Steigung. Über geradezu romantische
Pfade unter einem Hibiskusdach – angelegt als Camouflage von Castros
Lebensgefährtin Célia Sánchez – gelangt man zur palmblattbedeckten Hütte
des Rebellenchefs mit Originalbett und Fluchttunnel neben dem
Kühlschrank. Doch noch beeindruckender ist die Fauna und Flora, in der
sich Fidel Castro niedergelassen hat. Kolibris schwirren umher, und eine
Blütenpracht, wie man sie nur selten erlebt, verzaubern den Besucher.
Das ist eine der Alternativen um zwei Wochen mit Mojítos in der Hand am
Karibikstrand zu liegen. Wenigsten einige Tage seines Urlaubs sollte man
der Entdeckung dieser wunderschönen Insel widmen.
Doch unten an der Küste, da wird man vom kubanischen Alltag wieder
eingeholt: Wie so vieles in Kuba, was einfach scheint, eben nicht
einfach ist und den Kubanern alltägliche Guerilla-Taktik abverlangt. Mit
dem Zug oder Bus von A nach B fahren zum Beispiel, Speiseöl oder Aspirin
besorgen, kochen bei Stromausfall oder den altersschwachen russischen
Kühlschrank reparieren lassen. Auch das ist Kuba und vermittelt für
einen Europäer völlig neue Erfahrungen.
Eine große Erfahrung ist auch Havanna. In der belebten O'Reilly-Straße
eine Kaffeepause einlegen, in einer staatlichen Zigarrenverkaufsstelle
die Besten zu erstehen, man ist beeindruckt von den alten Fassaden und
natürlich von den legendären Cadillacs. Man kommt sich vor wie in einem
großen Freilichtmuseum und nicht wie in der Hauptstadt eines Landes.
Vielleicht gehört Havanna nicht zu den schönste Städten, aber mit
Sicherheit zu den interessantesten. Es muss ein Pflichtbesuch sein.
Eines der Touristenzentren ist Varadero, das so genannte "All-inklusive
Paradies". Das Meer ist ein Traum: weißer Sand und nicht ein einziger
Stein im glasklaren türkisblauen Wasser. Das ist Karibik wie auf
Postkarten. In den Hotels dominieren auf den Büfetts Meeresfrüchte vom
Feinsten, die Drinks schmecken in diesem Ambiente doppelt so gut.
Wer Kuba besuchen möchte, der sollte einen wunderbaren Strandurlaub auch
immer mit Entdeckungsreisen verbinden. Noch kann man das ursprüngliche
Kuba erleben, das Kuba von Fidel Castro, aber wer weiß wie lange noch.